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Papageien ernähren sich überwiegend von Samen, die sie beim Verzehr zerstören. Sie fressen zwar auch gelegentlich Fruchtfleisch, dies ist aber gewöhnlich nur eine notwendige Maßnahme, um an die im Inneren der Frucht verborgenen Samen zu gelangen. |
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Der gebogene Schnabel der Papageien ist ein kraftvolles und effektives Werkzeug zum Öffnen von Hülsen,Schoten, Schalen, Kapseln und anderen harten äußeren Schichten von Früchten,um an die nährstoffreichen Samen und Nusskerne zu gelangen. Die Zunge der Papageien dient sowohl als Geschmackssinnesorgan als auch als mechanisches Werkzeug, welches im Zusammenspiel mit dem Ober- und Unterschnabel die Nahrung geschickt drehen, wenden, fixieren und öffnen hilft.
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Der Papagei presst die Samenkapsel oder die Nuss gegen die geriffelte Innenfläche des Oberschnabels und öffnet die Schale mit der Spitze des Unterschnabels. Die Nahrung wird dabei von der Zunge gedreht. Dadurch werden die Samen freigelegt, die Reste der Schale werden verworfen und das schmackhafte Innere verschluckt. Sehr harte Nüsse werden im Bereich der basalen Schnabelseitenränder geknackt, wo der Vogel über die stärksten Druckkräfte vefügt.
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Die Bewegungen von Schnabel und Zunge beim Enthülsen von Samen verleihen dem Vogel einen kauenden Eindruck. In der Tat sind die meisten Papageien einen beträchtlichen Teil des Tages damit beschäftigt, neben ihrer Nahrung auch Rindenstücke, Steine, Zweige, Äste und Blätter zu kauen. So halten die Vögel ihre Kaumuskulatur und den gesamten Kieferapparat in einer optimalen Verfassung. Manche Papageien benutzen zur Fixierung der Nahrung auch ihre Füße oder den Sitzast, während manche Gattungen ihre Futterstoffe niemals in den Fuß nehmen.
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Obwohl die Vögel in der Regel nur sehr wenig Wasser benötigen, muss ihnen stets eine Wasserstelle zur Verfügung stehen. Die Wasseraufnahme ist wahrscheinlich jahreszeitlich bedingten Schwankungen unterworfen und variiert je nach Temperatur und Verfügbarkeit wasserhaltiger Früchte. Kakadus müssen offensichtlich ein- oder zweimal am Tag trinken. Papageien trinken zügig und möglichst unauffällig, so dass dieser wichtige Vorgang schnell übersehen wird und zu der irrigen Ansicht führen kann, Wasser spiele keine bedeutende Rolle im Leben dieser Vögel. Das Fressen am Boden ist nicht minder gefährlich als das Trinken am Boden. Viele Papageienarten, die ein solches Verhalten bei der Nahrungsaufnahme zeigen und sich somit einem erhöhten Risiko aussetzen, von Fressfeinden getötet zu werden, verfügen über ein wirkungsvollen Wachsystem.
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Bei den Kakadus funktioniert dieses so gut, dass in der australischen Umgangssprache eine Person, die irgend etwas sehr aufmerksam beobachtet, als "cockatoo" (dt. =Kakadu) bezeichnet wird.
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